Rosa Liebold

sportklinik.ERFURT: Wann und durch wen oder was haben Sie diesen Sport für sich entdeckt, in welchen Vereinen waren Sie?

Rosa: „Ich habe 1999 in Hohenleuben im Karate Kampfsport Hohenleuben e.V. mit dem Karatesport begonnen. Mein damaliger Trainer hieß Jörg Klöpfel und ich sehe ihn als einen bedeutenden Wegbereiter an und pflege nach wie vor engen Kontakt. 

Seit 2012 (Studienstart) bin ich Vereinsmitglied im Weimarer Verein Musashi-Karate e.V. und trainiere in unserer Wettkampfgruppe und bin selbst Trainer für Kinder zwischen 4 und 10 Jahren. Im Hohenleubener Karateverein bin ich Vizepräsidentin und Gasttrainer. Meine Mama erzählt ich habe als kleines Kind eine Trickfilmserie gesehen in der Kampfsport eine Rolle spielte und ich soll wohl gesagt haben „Mama- das will ich lernen!“. Kurz darauf wurde ein Karateverein in Hohenleuben gegründet und ich durfte zum Training gehen.“

sportklinik.ERFURT: Wie lang haben Sie sich für diese Meisterschaft vorbereitet?

Rosa: „Ich habe im Dezember 2015 meine Knie OP gehabt, dann bis März 2016 Krücken getragen. Dann langsam in Rehamaßnahmen und Physiotherapie geübt und ab Oktober habe ich mit dem Karate Training wieder begonnen. Erst im Dezember konnte ich wieder 1-2 Mal wöchentlich 1,5h trainieren. Ich habe mich in den 2 Monaten langsam gesteigert. Ab Januar/ Februar 2017 konnte ich wieder „richtig“ trainieren und habe mich auf die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse und der der Studierenden vorbereitet. Die Deutschen Meisterschaften der Leistungsklasse (8.04.2017) habe ich mit Platz 3 abgeschlossen. Ende April (29.04.2017) fanden dann die Deutschen Meisterschaften der Studierenden statt, in der ich wirklich erfolgreich war. Ich siegte in meiner Gewichtsklasse, in einer starken Open Kategorie und im Team mit meiner Trainingspartnerin Josephine Röhl. Das war ein spitzen Gefühl. Dort wurde ich, durch die hervorragende Leistung, für die Europameisterschaften der Studierenden im Juli 2017 nachnominiert.“

„Daraufhin trainierten wir von Mai bis Ende Juli ganz gezielt auf die Europameisterschaft. Mit Erfolg. Ich konnte meine Leistung von 2013 wieder abrufen und gewann Bronze.“

sportklinik.ERFURT: Welche Ziele haben Sie privat und sportlich für die Zukunft?

Rosa: “Eines steht fest – ich möchte fit bleiben. In den nächsten zwei Jahren möchte ich den 2. Dan ablegen (Gürtelprüfung zum 2. Schwarzgurt) machen. Da ich dieses Jahr mein Studium abgeschlossen habe, werde ich im Februar 2018 mit dem Vorbereitungsdienst für den Thüringer Schuldienst beginnen (Regelschule Mathematik, WRT) und weiß nicht wie ich in dieser Zeit mein Trainingspensum schaffen werde. Daher kann ich aktuell wenig für die nähere Zukunft sagen.“

sportklinik.ERFURT: Was schätzen Sie an Dr. Ullmann?

Rosa: „Die Ehrlichkeit hinsichtlich der Chancen, die bestehen wieder fit zu werden. Mit diesem Satz von Dr. Ullmann: „…probieren Sie einfach wie weit Sie kommen“ hat er mich auf eine kühle Art und Weise motiviert. Ich wurde immer zum Durchhalten meines Weges motiviert, auch wenn ich auf dem Weg sehr gezweifelt habe.“

sportklinik.ERFURT: Wie empfinden Sie die Betreuung der Sportklinik?

Rosa: „Sehr persönlich, immer freundlich und meist mit einem Lächeln auf den Lippen. Bei Notfällen wurde mir immer sofort geholfen.“

sportklinik.ERFURT: Für einen Nicht Karate Kenner – Was ist das besondere an dieser Sportart?

Rosa: „Die Sportart ist sehr schnellkräftig und erfordert ein hohes Maß an Reaktion und Taktik. Im Kampf stellt man sich immer wieder neu auf seine Gegner ein und muss in kürzester Zeit Entscheidungen treffen. Im Karate wird geschlagen, getreten, geworfen und gefegt.“

Text: Nicole Riedel