Bild - Kniebehandlung

Kniescheibe

Die Kniescheibe bildet zusammen mit einer Gleitrinne des Oberschenkels das Kniescheibengelenk. Die Kniescheibe ist in die Sehne des großen Oberschenkelstreckermuskels eingebunden und hat somit eine große Bedeutung für die Streckung und Beugung des Kniegelenkes.

Die Gleitrichtung der Kniescheibe wird durch ihre eigene Form und die Form der knöchernen Gleitrinne des Oberschenkels bestimmt. Sie wird zusätzlich durch Haltebänder unterstützt.

Ist dieses Gleitverhalten der Kniescheibe gestört, treten oft Beschwerden im vorderen Anteil des Kniegelenkes auf. Bei starken Formvarianten der Kniescheibe und/oder ihrer Gleitbahn kann es zum Herausspringen der Kniescheibe kommen. Die Ursachen dafür können vielschichtig sein.

Als Folge einer Kniescheibenausrenkung (Patellaluxation) können Schädigungen des Gelenkknorpels oder der Haltebänder zurückbleiben. Meist resultiert hieraus eine deutliche Instabilität des Gelenkes.

Kommt es zu einer starken Beeinträchtigung der Belastbarkeit des Kniegelenkes sind oft auch operative Maßnahmen angezeigt. In Abhängigkeit von der Ursache stehen unterschiedliche Operationsmethoden zur Verfügung, um ein zentrales, stabiles Gleiten wieder herzustellen.

Dabei unterscheiden wir Eingriffe am Knochen (Versetzung des Ansatzes der Kniescheibensehne, Achskorrektur des Oberschenkels) von Eingriffen an den Weichteilen und Haltebändern (Rekonstruktion des inneren Haltebandes (MPFL)), Stabilisierung der Kniescheibe durch Muskelversatz), die die Kniescheibe umgeben. Mit Hilfe der Arthroskopie können Knorpelschäden behandelt werden.