Kurzschaftprothese

Diese Prothese stellt derzeit den modernsten und am häufigsten eingesetzten Prothesentyp unter den anatomischen Prothesen dar. Sie bietet sowohl den Vorteil eines geringen Kochenverlustes bei der Implantation als auch einer guten Erreichbarkeit der Gelenkpfanne. Dies ist ein großer Vorteil, wenn der Einbau einer künstlichen Pfanne erforderlich ist (Abbildung). Der Anwendungsbereich dieses Prothesentyps ist sehr breit gefächert:

  • Primäre  Arthrose des Schultergelenkes (Omarthrose)
  • Sekundäre Arthrose bei rheumatoider Arthritis und anderen Erkrankungen
  • Oberarmkopfnekrose (avaskuläre Nekrose)
  • Fortgeschrittene Knorpelschäden junger Patienten, z.B. nach Luxationen
  • In Fehlstellung verheilte komplizierte Oberarmkopfbrüche

Lediglich bei schlechter Knochenqualität, ausgedehnten avaskulären Nekrosen und ausgeprägten posttraumatischen Destruktionen ist diese Prothese nicht geeignet.

 

 

 

 

 

 

 

 

Abbildung: Kurzschaftprothese (Affinis-Short): Der zementfrei zu implantierende kurze Schaft besteht aus Titan, die Kopfkomponente aus Keramik. Auf der rechten Abbildung ist die gleichzeitig implantierte Gelenkpfanne aus Polyäthylen gut zu erkennen.

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