Jürgen Ellerkamm nach überstandener Arthroskopie gehts wieder hoch hinaus....

Verfasser: sportklinik | 11. September 2017 - 18:18

1. In den Alpen unterwegs – Lampenwand-Berglauf

Schon zum dritten Mal führte mich der Weg in die Region um den Chiemsee. Begleitet wurde ich durch meine Lebenskameradin Sigrid Slawik. Der kleine Ort Sachrang, vor der Kulisse des Kaisergebirges, unweit der österreichischen Grenze zu Tirol ist umgeben von den Chiemgauer Alpen. Durch den Ort fließt das Flüsschen Prien, welches in den Chiemsee mündet. Der Kampenwand-Berglauf war das Ziel meiner Wünsche. Startort ist Aschau nahe der Kampenwandbahn und das Ziel ist auf der Steinlingalm. Es sind nur 6 Kilometer Strecke über Forstwege und einen steilen Gebirgspfad zu bewältigen. Doch die Höhendifferenz von 830 Metern ist beträchtlich. Bei strahlendem Sonnenschein und 30 Grad ist diese Distanz eine Herausforderung. Meine Laufzeit betrug 1:11:45 Stunden und in der Altersklasse M70+ wurde ich Dritter. Belohnt wurde ich mit einem Glas alkoholfreiem Bier und einem herrlichen Ausblick auf den Chiemsee und das weitere Umland bis nach München hin. Das war die leichtere Übung. Die schwerste Aufgabe stand mir noch bevor.

 

2. In den Alpen unterwegs – Kaiwendel-Berglauf

In der zweiten Juliwoche war Regen in den Alpen angesagt. Die Fahrt ging weiter über die Inntalautobahn bis nach Innsbruck und über den Fernpaß nach Mittenwald. Mittenwald liegt im Tal der Isar und ist umgeben vom Karwendelgebirge und dem Wettersteingebirge. Mein Ziel war die Teilnahme am Karwendel-Berglauf, der einer der europäischen Spitzenläufe mit 11 Kilometern Länge und mit 1462 Höhenmetern ist. Der Start ist im Zentrum von Mittenwald in 912 m Höhe und das Ziel auf der Nördlichen Linderspitze mit 2374 Metern. Bis zum Starttag hat es ständig geregnet und die Berge waren  wolkenverhangen. Kurz vor dem Start wurde vom Organisator mitgeteilt, dass wegen der dichten Wolkendecke das Ziel nicht auf der Linderspitze sondern schon an der Karwendelbahn ist. Das sind nur 200 Meter Pfad weniger aber man drohte abzustürzen.

Vom Start ab  führt die Strecke etwa 1 Kilometer durch den Ort, an der Karwendelbahn vorbei und einen steilen  Forstweg hoch, an dem man schon entscheiden kann, ob man läuft oder wandert. Zwischendurch gab es noch einen heftigen Regenguss. Nach 5 Kilometern endet der Forstweg und geht in einen steinigen Gebirgspfad über. Am Kilometer 6 liegt die Dammkarhütte. Von da ab ist das Dammkar, ein Geröllfeld, bis in Gipfelhöhe zu durchsteigen. Das ist der strapaziöseste Teil der Laufstrecke. Der sich anschließende Fußgängertunnel hat nur eine leichte Steigung. Dieser ist mit Gummimatten ausgelegt und etwa 500 Meter lang.

Am Ende waren nur noch 20 Meter bis zur Bergstation der Karwendelbahn zurück zu legen. Meine Zielzeit betrug 2:37:19 Stunden und in der Altersklassenwertung M 70+ wurde ich erneut Dritter. Ich war der älteste Teilnehmer, wie in den Jahren zuvor auch. Von den 369 Startern erreichten 39 das Ziel nicht. Als Belohnung wurde eine Flasche alkoholfreies Bier gereicht.

Weil sich die Wolken verzogen hatten, konnte man vom Gipfelrestaurant die schöne Aussicht auf Mittenwald und das Alpenpanorama genießen.

Text und Bilder: Jürgen Ellerkamm

Artikelbild: 
Karwendel Berglauf - Jürgen Ellerkamm